Morgen beginnt der Advent. Bereits heute besonders lustig: der ÖAMTC!
[Falschparken] ist wie das Wort schon sagt, äh, [falsch]. Für den ÖAMTC trotzdem anscheinend eine zu tolerierende [Selbstverständlichkeit]: “Falschparken ist richtig!” weiterlesen
framing – politik – kommunikation
Morgen beginnt der Advent. Bereits heute besonders lustig: der ÖAMTC!
[Falschparken] ist wie das Wort schon sagt, äh, [falsch]. Für den ÖAMTC trotzdem anscheinend eine zu tolerierende [Selbstverständlichkeit]: “Falschparken ist richtig!” weiterlesen
[TALK YOUR WALK]
[Mobilität]
[Autofahrer]
[Individualität]
Die meisten von uns fahren Auto. Manchmal, seltener, öfter, täglich. Ich zum Beispiel etwa einmal im Vierteljahr. Ich begreife mich dabei nicht als „Autofahrer“. Sondern als jemanden, der dann ein Auto benutzt, wenn es mein Leben leichter macht.
Gibt es eigentlich „AutofahrerInnen“? “Re-Framing Automobil: Verluste sind verzichtete Gewinne” weiterlesen
[Öffentlicher Verkehr]
[Auto]
[Mobilität]
[Arbeiterkammer]
Liebe KollegInnen bei der Arbeiterkammer,
ich schätze eure Arbeit wirklich. Ehrlich! Gerade im Bereich Mobilität seid ihr oft unter den wenigen progressiven Playern zu finden. Und eure Forderungen zum Ausbau der Schnellbahn unterschreibe ich mit Begeisterung.
Was habe ich dann zu jammern?
Ihr baut darauf, dass eure gut recherchierten Fakten für sich selber sprechen. Tun sie aber nicht. Wenn ich mir eure Website ansehe, lerne ich vor allem eines: Bist denn du deppert! Das ist ja völlig unfinanzierbar!
Ihr habt einmal mehr vergessen, eure Inhalte zu framen!
Kurz einen Schritt zurück: Wir brauchen nicht vorsichtig und diplomatisch zu formulieren. Wir brauchen nicht nach der “Mitte” zu schielen. Weil es die nicht gibt. Um progressive Inhalte nachhaltig zu etablieren, braucht es die richtigen Frames. Eigene Frames, nicht die der anderen!
Gut geframte Texte zu Mobilität weisen dem PKW aktiv eine Rolle unter “ferner liefen” zu.
Was macht ihr? Einmal mehr betont und und betoniert ihr das alte Bild von der Unverzichtbarkeit des Autos. Gleich in den ersten Zeilen singt ihr das Lied von der überragenden Rolle des eigenen KFZ. Ihr macht den Frame auf [Gegenwart] = [PKW] = [Zukunft], durch die prominente Feststellung, dass der PKW-Verkehr weiterhin zunehmen wird.
Spätestens an dieser Stelle steigt die Hälfte der LeserInnen aus. Weil ja offensichtlich der PKW deutlich wichtiger ist als die Bahn. Ohne Auto geht gar nichts, plus 52 Prozent bis 2030. Na dann muss ja weiter in die Straßeninfrastruktur investiert werden. Um die Bahn können wir uns später kümmern.
Und teuer ist die Bahn auch noch! Ein Kilometer Umbau kostet 35 Millionen Euro!
Der kritische Vergleich mit der U-Bahn ist kontraproduktiv. Ein öffentliches Verkehrsmittel gegen ein anderes auszuspielen, welchen Sinn soll das haben? Teuer ist der PKW (v.a. die privaten Kosten, die Belastung der Haushalte durch den Besitz eines Autos), unerträglich teuer ist der Straßenbau (3 Milliarden Lobau-Autobahn!). Kosten darstellen ist wichtig. Aber bitte in einem Frame, der den persönlichen Nutzen betont. In einem Frame, der das Auto als teuer zeigt. Ein Match zwischen verschiedenen ÖV-Teilen ist entbehrlich.
Meine Bitten an euch:
Herzlich
Axel Grunt